Wiener Schnecken aus dem Hause Gugumuck

Welche Speisen wurden damals in Wien verzehrt?

Das Kochbuch ÔÇ×Wiener K├╝che. Sammlung von Kochrezepten der staatlichen Bildungsanstalt f├╝r Koch- und Haushaltsschullehrerinnen und der Kochschule der Gastwirte in WienÔÇť von Olga und Adolf Hess bietet im Kapitel Fische und Schalentiere ein eigenes Kapitel in dem die damaligen Lieblingsspeisen der Wiener gezeigt werden. Hier wird der Wiener Schnecke geb├╝hrend Platz und Ehre erwiesen.

┬á┬áÔÇ×Schnecken sind zwar der Erdeng├╝ter h├Âchstes nicht, doch aber zur Erregung angenehmer Empfindungen geeignet. Als F├╝llsel f├╝r einen saftigen Kapauner gebraten, verm├Âgen sie sogar weniger empf├Ąngliche Gem├╝ther mit stiller Sehnsucht erf├╝llen ÔÇŽÔÇť

In der Wiener K├╝che fanden sich neben Schneckenkn├Âdel, Schneckenpasteten und gespickten Schnecken sogar Schneckenw├╝rste. Der Wiener verspeiste sie jedoch am liebsten mit Kren oder Weinkraut. Katharina Schreder f├╝hrt in ihrem Kochbuch aus dem Jahre 1851 ein Rezept f├╝r Eierspeise mit Schnecken an. Auch Schneckeneier waren eine beliebte kleine Wirtshausspeise: Hartgekochte Eier wurden in der Mitte geteilt, der Dotter herausgenommen, die Ausnehmung mit einer gekochten Schnecke gef├╝llt und mit dem pikant abger├╝hrten Dotter bedeckt.

 

(Quelle Kulinarisches Erbe ├ľsterreich)