Wiener Schnecken aus dem Hause Gugumuck

Welche Rolle spielte Ă–sterreich im Handel mit Schnecken?

Die österreichische Gastronomie brachte in den 1950er Jahren unter dem Titel „Devisenbringende Weinbergschnecke“ folgende Meldung: „Rund vierzig Jahre ist es her, da begann Hotelier M. Winkler in Neumarkt aus verschiedenen Teilen Oesterreichs Weinbergschnecken zu beziehen, einige Wochen mit GemĂĽseabfällen zu mästen, um sie dann … nach Frankreich zu verschicken.“

Von den bescheidenen Export-Anfängen in den 1930er Jahren mit rund 20 Tonnen pro Saison steigerte sich dieser bis Kriegsausbruch auf 350 Tonnen. Exportzahlen in diesem Ausmaß konnten von unternehmenden Schneckenfarmer erst wieder im Jahr 1948 wieder erreicht werden.

Obwohl nicht alle Schnecken exportiert wurden, sondern auch überall in Österreich auf die Tische in Haushältern sowie namhafter Restaurants kamen, war die alte Tradition der Wiener Schneckenrezepte bald vergessen.

 

(Quelle Kulinarisches Erbe Ă–sterreich)