Wiener Schnecken aus dem Hause Gugumuck

Was waren beliebte Wiener Schneckenrezepte?

Im Jahr 1810 verzeichnete das Wienerische bewährte Kochbuch folgende Schneckenrezepte:

  • – GefĂĽllte Schnecken (Farce aus gehackten Schnecken, Butter, Sardellen, MuskatblĂĽte, grĂĽner Petersilie, Zitronenschale – wird in Schneckenhaus gestopft und auf Rost gebraten)
  • – Eingemachte Schnecken (in gebundenen Rindsuppen – Wurzelsud, mit Dottern legiert)
  • – GefĂĽllte Schnecken (Farce aus Fleisch mit Kräutern in Schneckenhaus gefĂĽllt und im Rohr gebraten)
  • – Gekochte kalte Schnecken in Essig und Ă–l
  • – Schneckensalate (schlamperte Schnecken)
  • – Schneckenknödel,
  • – Schneckenpasteten,
  • – gespickte Schnecken
  • – SchneckenwĂĽrste
  • – Schnecken mit Kren oder Weinkraut

Das Wienerische bewährte Kochbuch (original aus 1749 von Ignaz Gartler) mit 1600 Kochregeln zur Fleischzubereitung sowie für Fastenspeisen bietet einen Einblick in das alte Wien.

„Wienerisches bewährtes Kochbuch – Ignaz Gartler “ 38 verschiedene Auflagen, Erstauflage 1749

Katharina Schreder fĂĽhrt in ihrem Kochbuch (1851) ein Rezept fĂĽr Eierspeise mit Schnecken an. Auch Schneckeneier waren eine beliebte kleine Wirtshausspeise: Hartgekochte Eier wurden in der Mitte geteilt, der Dotter herausgenommen, die Ausnehmung mit einer gekochten Schnecke gefĂĽllt und mit dem pikant abgerĂĽhrten Dotter bedeckt.

Schnecken gehörten nicht zum Armenessen, sondern standen in allen Gesellschaftsschichten auf der Tafel.