Wiener Schnecken aus dem Hause Gugumuck

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Farm2Table

Vom Feld auf den Teller – regenerativ und erlebbar.

Der Kreislauf am Gugumuck-Hof

Farm-to-Table wird oft behauptet – bei uns ist es gelebter Alltag.

Am Gugumuck-Hof in Rothneusiedl entstehen Lebensmittel dort, wo sie später serviert werden. Gemüse, Kräuter, Schnecken und Fisch wachsen rund um die Gartenbar – im Rhythmus der Jahreszeiten und nach regenerativen Prinzipien.

Unser Anspruch ist es, den gesamten Weg sichtbar zu machen: vom Samen über die Ernte bis zum Teller. Essen wird so wieder verständlich, sinnlich und wertvoll – als Kreislauf, den man sehen, riechen und schmecken kann.

Top 50 Farmers

Wir sind Teil der Top 50 Farmers Kohorte, einem europaweiten Netzwerk innovativer Betriebe der regenerativen Landwirtschaft. Mit uns sind in Ă–sterreich auĂźerdem Alfred Grand und Simon Vetter Teil dieser Kohorte.

Gemeinsam zeigen wir, dass Landwirtschaft mehr ist als Nahrungsmittelproduktion: Sie baut Böden auf, fördert Biodiversität und kann Städte resilienter machen. Genau hier setzt unser Anspruch in Rothneusiedl an. Wir verstehen den Gugumuck-Hof als Reallabor für Stadtentwicklung – und zeigen bereits heute, wie eine essbare Stadt funktionieren kann, wenn Produktion und Verarbeitung wieder Teil des urbanen Alltags werden.



Echtes Farm2Table beginnt mit gemeinsamer Planung

Am Gugumuck-Hof arbeiten Küche und Garten als Einheit. Gärtner:innen und Küchenchef stimmen Sortenwahl, Anbauplanung und Erntelogik von Beginn an aufeinander ab – orientiert an Boden, Jahreszeit und dem tatsächlichen Bedarf der Gartenbar.

Hier wird nicht nur über Saison gesprochen, sondern konsequent danach gearbeitet. So entstehen Gerichte, die nicht von der Saison inspiriert sind, sondern aus ihr heraus entstehen – frisch, transparent und ohne Umwege vom Beet auf den Teller.

Regenerativer Anbau mitten in der Stadt

In unserer Marktgärtnerei bauen wir ganzjährig an – vom Sommergemüse bis zu robustem Wintergemüse. Kulturen wie Spinat, Asia-Greens oder Winterportulak lassen sich auch mitten im Winter energiearm und lokal produzieren. Was ungewöhnlich klingt, basiert auf jahrhundertealten Techniken aus Frankreich, kombiniert mit moderner Planung und einfachen Schutzeinrichtungen.

Gesunde Böden, Vielfalt und kurze Kreisläufe bilden das Fundament. Weinbergschnecken, Kräuter, Obstbäume und Aquaponik fügen sich zu einem ganzheitlichen Hofsystem. So zeigen wir, wie kleinstrukturierte Landwirtschaft im urbanen Raum funktionieren kann: produktiv, ökologisch und resilient – jeder Quadratmeter Teil eines lebendigen Systems.

Lernen, wo Essen entsteht

Die Gartenbar ist auch ein Lernort. Praktikant:innen aus Küche und Service arbeiten regelmäßig in der Marktgärtnerei mit – vom Pflanzen über Pflege bis zur Ernte.

Ein Tag im Garten verändert den Blick auf Lebensmittel grundlegend. Plötzlich wird verständlich, warum nicht alles jederzeit verfügbar ist und weshalb Bodenaufbau, Vielfalt und Timing entscheidend sind. Dieses praktische Wissen fließt direkt in den Service ein und macht Farm2Table für Gäste nachvollziehbar. Bildung wird so Teil der Esskultur – konkret, erfahrbar und wirksam.

Ernten nach Bedarf

Wenn Ernte und Service am selben Ort stattfinden, verändert sich der Umgang mit Lebensmitteln.

Geerntet wird nur, was tatsächlich gebraucht wird. Gemüse und Kräuter verlassen das Beet oft erst kurz vor dem Service. Für Gäste wird sichtbar, wie nah Garten und Küche beieinanderliegen. Diese Arbeitsweise schärft den Blick für den richtigen Zeitpunkt – wann etwas reif ist, wann es am besten schmeckt und wann man es besser noch wachsen lässt. Nähe schafft Vertrauen und ein neues Verständnis für Wert und Herkunft.

Das MenĂĽ folgt dem Garten

Nicht jeder Tag schmeckt gleich – und genau das ist gewollt. Die Tagesernte entscheidet, was auf den Teller kommt. Nach der Ernte werden Gemüse und Kräuter direkt am Hof gewaschen, sortiert und vorbereitet.

Aus dieser Auswahl entstehen Tagesspezialitäten, die nur an diesem einen Tag existieren. Die Küche reagiert auf das, was der Garten liefert. Gäste erleben, dass gutes Essen nicht beliebig reproduzierbar sein muss – sondern vergänglich und genau deshalb besonders.

Der Kreis schlieĂźt sich

Serviert wird dort, wo alles seinen Anfang nimmt. Neben den Beeten, mitten im Garten. In der Gartenbar kommen Erde und Küche zusammen, Ernte und Handwerk, Zeit und Geschmack. Gäste sitzen zwischen den Kulturen, sehen, was wächst, riechen den Boden und spüren den Ort. Was auf den Teller kommt, hat einen Weg hinter sich – sichtbar, nachvollziehbar, ehrlich. So entsteht ein Essen, das mehr erzählt als Rezepte: von Herkunft, Sorgfalt und Verantwortung. Nicht erklärt, sondern erlebt. Der Kreislauf findet hier seinen Abschluss – genau dort, wo er begonnen hat.

Sustainable Food Systems – Farm 2 Table am Gugumuck-Hof

Im Rahmen der aws Sustainable Food Systems Initiative entwickeln wir unser bereits gelebtes Farm-to-Table-Modell gezielt weiter. Ziel ist es, den Gugumuck-Hof bis Juni 2026 zu einem noch stärker erlebbaren Genuss- und Lernort auszubauen.

Der Fokus liegt darauf, den gesamten Kreislauf von Anbau, Ernte, Verarbeitung und Gastronomie für Gäste räumlich, visuell und inhaltlich nachvollziehbar zu machen. Geplant sind unter anderem ein strukturierter Lehr- und Erlebnis­pfad, begleitende Informationsformate sowie eine verbesserte Besucherführung.

So soll Farm-to-Table nicht nur konsumiert, sondern verstanden und erlebt werden – als zukunftsfähiges Modell für urbane, regenerative Ernährungssysteme.